Es ist so unglaublich schade, dass wir immer weniger lachen und gut drauf sind. Hat das mit dem erwachsen sein zutun? Kinder sehen immer alles positiv, wir älteren praktizieren das zunehmend weniger. Ein paar gibt es aber noch.
Kennst Du diese Menschen, die auf ihrer rosa Wolke herumschweben? Die, die alles positiv sehen und bei denen das Glas immer halb voll, statt halb leer ist und die immer nur lächeln.
Ja, genau die, die einem dann sagen, man solle alles positiv sehen, dann würde schon alles gut werden und man bekäme, was man sich nur erträumen kann.
Ist positiv denken wirklich so toll?
Sind wir mal ehrlich, jeder macht sich ein bisschen über sie lustig. Aber insgeheim wünscht man sich, dass es doch so einfach wäre mit dem tollen und sorglosen Leben oder?
Weißt Du was? Es ist so einfach! Auch Du kannst positiv denken!
Eine positive Grundeinstellung verändert unser Verhalten und somit auch die Situationen in denen wir uns befinden und auch die unserer Zukunft.
Natürlich ist es nicht ganz einfach die Gedanken von jetzt auf eben zu verändern.
Aber auch Du kannst etwas positiver durch Dein Leben gehen.
Du möchtest wissen wie?
In diesem Artikel zeige ich es Dir!
Wie können Gedanken unser Leben beeinflussen?
Vielleicht möchtest Du mir jetzt etwas sagen wie: „Ich kann doch denken was ich möchte.“ Ja natürlich. Es ist Deine Entscheidung was Du denken willst. Du musst nur mit den Konsequenzen leben.
Konsequenzen fragst Du Dich? Ja, Konsequenzen.
Alles, was wir tun löst eine Reaktionskette von Ereignissen aus. Diese können positiv und negativ ausfallen.
Nicht nur unsere Gedanken werden von einer negativen Einstellung beeinflusst. Negative Gedanken wirken sich auch auf körperlicher Ebene aus. Wenn wir gut gelaunt sind produziert der Körper Serotonin und Dopamin.
Wir fühlen uns hingegen nicht wohl, wenn negative Gedanken unsere Emotionen verändern. Erinnere Dich einmal an eine Situation zurück, in der Du eifersüchtig oder wütend warst. Solche Gedanken rufen körperliche Symptome hervor. Konntest Du fühlen wie die Gefühle sich langsam aufbauen, stärker werden und Du sie eventuell nicht mehr gehen lassen konntest? Mit den Emotionen wächst dann auch die Anspannung im Körper und Verspannungen können entstehen.
Jammern zum Beispiel kann zu Stress führen und dieser hat bekanntlich Auswirkungen auf den Körper. Eine schnellere Atmung, Schmerzen im Rücken oder den Schultern und einen veränderten Blutdruck können die Folgen sein.
Glaube mir, Du bist nicht die erste Person, die sich so fühlt. Und auch das ist absolut okay.
Magenschmerzen, Kopfschmerzen (durch das Zusammenbeißen der Zähne), Rückenschmerzen und Herzrhythmusstörungen können durch negative Gedanken ausgelöst werden. Antriebslosigkeit, Erschöpfung und sogar depressive Schübe oder ein Burn-out sind ebenfalls möglich.
Was kann positiv denken bewirken?
Positives Denken kann Dich motivieren einen langen Arbeitstag durchzustehen. Die Aussicht auf etwas positives (wie eine Beförderung) verleitet Dich vielleicht auch dazu die berühmte „Extra-Meile“ zu laufen und Überstunden zu machen oder ein Projekt freiwillig zu übernehmen.
Ohne diese positive Einstellung wären wir nicht so motiviert anstrengende Aufgaben anzunehmen und durchzuführen.
Positives Denken motiviert allerdings nicht ausschließlich. Diese angenehmen Gefühle sorgen dafür, dass wir uns vital, gesund, stark und selbstbewusst fühlen. Wir sind eher dazu bereit neues auszuprobieren. Wir stellen uns Herausforderungen und verlassen unsere Komfortzone, um eigene Ziele zu erreichen.
Ein größeres Selbstbewusstsein sorgt dann wiederum für die Bereitschaft etwas zu riskieren und wirkt sich positiv auf unsere Fähigkeiten aus.
Nicht, weil Du plötzlich alles kannst, sondern weil Du das Vertrauen in Dich hast, dass Du es ausprobieren kannst.
Nur durch neue Erfahrungen können wir lernen und besser werden, hierfür müssen wir jedoch den ersten Schritt machen.
Dieser Schritt gelingt Dir mit einer positiven Einstellung leichter als mit einer negativen.
Außerdem entsteht Wachstum nur durch Lernprozesse.
Stehen wir einer Situation gegenüber, bei der wir uns unwohl fühlen, können wir trotzdem abwägen, ob wir uns in den Strudel der negativen Gedanken hineinziehen lassen oder ob wir versuchen etwas Positives daraus zu machen. Jede negative Situation hat ihr Gutes und aus jeder negativen Situation können wir eine positive machen.
Wir können die Herausforderung annehmen und daran wachsen oder einmal innehalten, um die Lage zu überdenken und eventuell in eine andere Richtung zu steuern.
3 Tipps wie auch Du ganz leicht positiv denken üben kannst:
Natürlich ist es nicht einfach negative Gedanken schnell in positive zu verwandeln.
Die folgenden Tipps kannst Du trotzdem nutzen, um positive Gedanken länger zu halten oder negative Gedanken zu schwächen bzw. zu nutzen.
1. Überlege, was Positives aus der Situation resultieren kann
Alles hat seinen Sinn. Diesen Sinn siehst Du vielleicht nicht direkt, aber er ist da.
Ich bin fest davon überzeugt, dass uns Menschen und Situationen auf unserem Weg begegnen, weil sie für uns bestimmt sind. Der Sinn dahinter kann eine offene Tür sein, die wir nutzen können. Es kann ein Mensch sein, der uns eine Weile oder vielleicht unser ganzes Leben begleiten soll. Oder diese Situation soll uns einfach eine Lehre sein.
Ob Du auch daran glaubst, ist egal. Die Situation zunächst zu betrachten kann schon ein erste Schritt in Richtung loslassen sein, egal an was Du glaubst. Versuche den Moment von außen zu betrachten. Ganz so, als wärst Du ein neutraler Beobachter. Was siehst Du nun? Bilden sich eventuell neue Möglichkeiten?
Mit Sicherheit kennst Du den Spruch: „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“ Und das stimmt. Nur weil Du Deinen Job verloren hast, heißt dies nicht, dass Du nie wieder einen Job bekommst!
Überlege. Wolltest Du Dich vielleicht schon lange selbständig machen und hast nur noch nicht den richtigen Zeitpunkt gefunden? Wie wäre es mit dem jetzigen Zeitpunkt? Sei mutig und wage den Schritt!
Und wenn Du noch nicht das notwendige Kapital hast oder Dir etwas anderes fehlt, überlege, was es ist und wie Du es Dir beschaffen kannst.
Solltest Du Dich nicht nach einer Selbstständigkeit sehnen, findet sich mit Sicherheit ein anderer Job der Dir gefällt. Frage Dich, warum hat Dir Dein Job gefallen bzw. hat er Dir überhaupt gefallen? Im Anschluss kannst Du nach Wegen schauen Deinem Traumjob nachzugehen.
Ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Lässt sich aus fast jeder Situation ein Ausweg oder ein Neuanfang finden.
Aus negativen Situationen können wir lernen.
Was hast Du falsch gemacht? HAST Du überhaupt etwas falsch gemacht? Was kannst du tun, um beim nächsten Mal ein anderes Resultat zu erreichen?
Versuche so positiv wie nur möglich über die Situation zu denken. Frage Dich was Du daraus lernen kannst und ob Du die Gegebenheiten irgendwie für Dich nutzen kannst.
Je positiver Du denkst, desto positiver fühlt sich auch Dein Körper. Je positiver Du denkst und handelst, desto gesünder bleibt Dein Körper.
2. Bewusst für das Positive entscheiden
Jede Emotion, die Du hast, hat ihre Berechtigung. Alle Deine Emotionen gehören zu Dir und Du bist genau so wie Du bist wundervoll!
Ich verrate Dir etwas. Du alleine kannst entscheiden wie lange Du an negativen Emotionen festhältst und wie schnell Du Platz für positive Gedanken schaffst.
Ein Gedankenexperiment kann positiv denken leichter machen:
Lass Dich einmal auf dieses Gedankenexperiment ein.
Stell Dir vor, Deine Gedanken sind wie Wolken. Du betrachtest den Himmel und siehst die Wolkenformationen langsam vorbei ziehen. Sie bewegen sich, verändern ihre Form und ziehen dann weiter. Je nachdem wie stark der Wind ist, ziehen viele Wolken schnell an Dir vorbei oder eben wenige etwas langsamer.
Betrachte nun Deine Gedanken ähnlich wie Wolken am Himmel. Es gibt Gedanken, die wir länger und eingehend betrachten und irgendwann gehen lassen. Außerdem gibt es Gedanken die schnell hin und her wuseln. Sie kommen immer wieder, statt vorbeizuziehen.
Um negatives denken in positives denken zu transformieren, versuche das Folgende:
Wenn Du einen negativen Gedanken bemerkst, versuche ihm einen Namen zu geben. Finde heraus welche Situation, Person oder welcher Gedanke Dich beschäftigt. Der Gedanke muss nicht plötzlich Peter heißen. Es geht mir vielmehr darum, dass Du Dich auf den einen kleinen Gedanken oder Auslöser konzentrierst und nicht auf das ganze Konstrukt an Dingen die heute schon doof waren.
Nun stell Dir den negativen Gedanken als Wolke vor. Bündel ihn. Wie groß klein, hell oder dunkel die Wolke ist, entscheidest Du.
Ist dies geschehen nimm die Anwesenheit dieser Wolke in Deinen Gedanken an. Sie hat ihre Berechtigung da zu sein. Es ist okay negative Gedanken zu haben (und nach den Regen- und Gewitterwolken scheint immer die Sonne). Es ist auch okay, dass diese Wolke länger bleibt als die andere Wolken.
Im Moment ist es nicht wichtig eine Lösung zu finden oder über das Negative hinweg zu lächeln. Deine aktuelle Aufgabe ist die Existenz der Wolke anzunehmen. So unperfekt wie sie ist.
Nun, wo es okay für Dich ist, dass die Wolke sich dort befindet, stell Dir einen leichten Windhauch vor. Der Wind beginnt immer stärker zu wehen und trägt die Wolke mit sich fort. Raus aus Deinen Gedanken.

Gib Dir für diesen Schritt einen Moment Zeit.
Indem Du den Wolken-Gedanken ziehen lässt, lässt Du die Situation auch emotional los. Nun bist Du bereit.
Die nächsten Wolken können kommen. Je nachdem wie hell oder dunkel sie sind, kannst Du sie mit der gleichen Taktik annehmen und vorbeiziehen lassen.
Jetzt, wo Du die negativen Gedanken annimmst und loslässt, erschaffst Du automatisch Raum für positive Gedanken.
3. Dankbarkeit unterstützt positiv denken
Dankbare Menschen wissen das zu schätzen, was sie besitzen.
Sich zu verdeutlichen, wofür man dankbar im Leben ist, kann positives Denken fördern.
In Situationen in denen negative Gedanken aufkommen, kannst Du versuchen mit Dankbarkeit zu reagieren und so den Moment etwas entschärfen.
Hierbei kommt es nicht auf essenzielle Aspekte an. Natürlich bist Du dankbar darüber, dass Du ein Zuhause, fließendes Wasser und einen Job hast.
Ich finde aber gerade die kleinen Dinge im Alltag für solche Situationen wichtig.
Hier ein paar Beispiele, um Dir zu verdeutlichen was ich meine:
- Sei dankbar für das Häuschen an der Bushaltestelle, das Dich vor dem Platzregen schützt, während Du auf den nächsten Bus wartest. Es könnte schlimmer sein…
- Sei dankbar für die Sonnenstrahlen, die Dir in das Gesicht scheinen, während Du Deinen Kaffee in der Mittagspause trinkst. Mit Kaffee und Vitamin-D lässt es sich doch gleich viel angenehmer neue Energie tanken.
- Sei dankbar dafür, dass Du richtig viel auf der Arbeit geschafft hast, weil Du nun ohne To-dos im Hinterkopf zum Sport gehen kannst. (Uns sei hier bitte auch stolz auf Dich! Nur weil Du das jeden Tag machst, bedeutet dies nicht, dass es keine Leistung ist.)
Verstehst Du was ich meine?
Wenn wir Kleinigkeiten wie ein paar Sonnenstrahlen richtig genießen und dies zelebrieren, sind wir in der Lage kleine Unannehmlichkeiten als viel undeutender anzusehen, als wir es vorher getan hätten.
Fazit
Positives denken macht nicht nur gute Laune, es ist auch gut für unsere körperliche Gesundheit.
So haben sowohl positive, als auch negative Gedanken langfristige Auswirkungen auf unseren Körper, Geist und unsere Seele.
Negative Gedanken müssen aber nicht unterdrückt werden. Es ist normal und absolut legitim negative Gedanken zu haben. Wir sollten nur aufpassen, dass auch genug positive Gedanken unseren Alltag verschönern.
Denn genau das macht positives denken. Wir verschönern damit unser Leben!
Alle negativen Situationen können der Grundbaustein für eine tolle neue Situation sein. Wir können uns die Situation anschauen und entscheiden, was wir als nächstes tun.
Nur, weil wir uns für einen Weg entschieden haben, müssen wir noch lange nicht für den Rest des Lebens mit den Konsequenzen leben! Entscheide Dich neu und nimm einfach die nächste Abzweigung!
Außerdem müssen wir uns dem Gedanken-Strudel nicht wehrlos hingeben. Wie der Wind die Wolken, können wir negative Gedanken vorbeiziehen lassen und so den positiven Gedanken Raum schaffen.
Und ja, auch DU kannst das!
Dankbarkeit kann Dir dabei helfen den Blick auf all das Positive in Deinem Leben zu lenken.
So kannst Du erkennen, wie klein und unbedeutsam diese kleine dunkle Wolke in Deinen Gedanken eigentlich ist.
Du siehst, positives denken kann uns alle ein bisschen glücklicher machen!
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und Erfolg beim ausprobieren und umsetzen.
Wenn Du magst, kannst Du gerne in den Kommentaren von Deinen Erlebnissen und Problemen in Bezug auf das Thema „positives Denken“ erzählen.
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