Möchtest auch Du mit weniger Stress und Sorgen leben?
Eine Balance zwischen den täglichen Aufgaben im Alltag und den Aktivitäten, die uns wieder Kraft geben, zu halten ist gar nicht so einfach. Innere Ruhe kannst Du aber lernen!
Innere Ruhe ermöglicht es Dir, den stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen und trotzdem ausgeglichen und achtsam den Tag zu überstehen. Und das ohne am Ende des Tages wie im Wachkoma auf der Couch zu Versacken.
Haben wir diese innere Ruhe nicht, überschlagen sich die Gedanken, der Kopf ist ständig dabei die nächsten Aufgaben zu planen und der Körper ist angespannt, als warte er auf einen Startschuss…
Haben wir diese innere Ruhe nicht, überschlagen sich die Gedanken, der Kopf ist ständig dabei die nächsten Aufgaben zu planen und der Körper ist angespannt, als warte er auf einen Startschuss… Stress und arbeiten auf Krampf, mit den nächsten Aufgaben im Hinterkopf, ist für viele schon zur Normalität geworden.
Möchtest Du das auch? Dann lies weiter…
Aber das muss nicht sein! Ich erkläre Dir 3 Methoden, mit denen auch Du innere Ruhe entwickeln kannst und entspannt durch den Alltag kommst.
Was ist innere Ruhe?
Sobald Du eine innere Ruhe in Dir hast, bist Du tiefen entspannt. Du bist in der Lage Deine Aufgaben zu erledigen, ganz ruhig und ohne Stress. Vor allem bist Du konzentriert und arbeitest einen Punkt nach dem anderen ab.
Du lässt Dich von nichts stressen, ablenken oder aus der Ruhe bringen. Du arbeitest fokussiert und ohne an andere Aufgaben oder Probleme zu denken. Im Anschluss erledigst Du den Haushalt und hast, weil Du entspannt und zielstrebig vorgegangen bist, noch Zeit für Dich. Du liest ein Buch, machst Sport zu oder hast Zeit um ein Bad zu genießen.
Klingt gut, oder?
Innerlich ruhig zu leben heißt allerdings nicht, dass Dir nichts in die Quere kommt. Leider Nein…

Es bedeutet lediglich, dass Du auf alles was Dir widerfährt ruhig und gelassen reagierst.
Du bist einfach in der Lage jede Situation anzunehmen und zu überlegen, welche Priorität diese Aufgabe hat und planst sie in Deinen Tag mit ein (oder in den nächsten).
Innere Ruhe bedeutet auch eine gewisse emotionale Stabilität zu besitzen.
Probleme oder Situationen bringen Dich nicht so leicht aus der Fassung, Du arbeitest strukturiert und fokussiert, bist leistungsfähig und ausgeglichen.
Menschen, die eine innerer Ruhe besitzen, wissen, was sie wollen und entscheiden sich dafür. Sie zeigen Selbstsicherheit, stehen für sich ein und gestalten ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen.
Wie entsteht Unruhe?
Innere Unruhe entsteht hauptsächlich in unseren Gedanken. Die Art, wie wir auf unser Umfeld reagieren spiegelt sich in unserem Körper wider.
Ein Beispiel: Wenn Du wütend bist und in Gedanken auf Dich oder andere schimpfst, reagiert Dein Körper ebenfalls mit Unruhe und Anspannung.
Stress entsteht durch immer wiederkehrende Gedanken.
Eben wenn Du gedanklich nicht im Hier und Jetzt bist, sondern bei Deinen letzten Fehlern oder schon an die Aufgaben denkst, die als Nächstes bearbeitet werden müssen.
Findest Du Deine Gedanken oder Dein Verhalten in diesen Beschreibungen wieder?
Die innere Unruhe lässt Dich unproduktiver werden. Die Konzentration lässt nach und so auch die Qualität der Arbeitsergebnisse. Außerdem geht Dir die Arbeit wahrscheinlich nicht so leicht von der Hand wie sonst.
Innere Unruhe entsteht aber nicht nur durch unseren alltäglichen Stress.
Auch unsere Gedanken und die innere Einstellung zu Dir und Deiner Leistung kann Dein Stresslevel beeinflussen.
Je negativer die Emotionen in Dir und Deinen Gedanken sind, desto größer ist auch Deine Unruhe. Denn Dein Körper nimmt die Emotionen an und hält sie fest. Die Folgen sind Anspannung, Schmerzen und ein Gefühl des gehetzt seins.
Vergleiche mit den Leistungen Anderer, der eigene Perfektionismus und Fehlschläge in der Vergangenheit beeinflussen die Qualität Deiner Gedanken. Deine Gedanken wiederum beeinflussen Dein Selbstwertgefühl und wie wohl Du Dich mit Dir und in Deinem Körper fühlst. Der Zustand Deines Selbstbilds (positiv oder negativ) hat in diesen Momenten folglich einen sehr großen Einfluss auf Deine innere Ruhe.
Kennst Du diese Momente? Hast Du sie auch schon so oder ähnlich erlebt?
In diesen Situationen bemerken wir oft, dass etwas nicht stimmt. Der Stress und die Unruhe bleiben demnach nicht zwangsläufig unentdeckt (wir sind ja auch nicht doof…). Es fällt uns allerdings schwer, in diesen Momenten innezuhalten und den Stress gehen zu lassen.
3 Tipps, wie Du Deine innere Ruhe stärken kannst:
Innere Ruhe kannst auch Du lernen. Natürlich wirst Du nicht direkt alles schaffen und umsetzen können. Aber mit ein bisschen Übung, wirst Du Schritt für Schritt ruhiger werden und ein bisschen mehr Ruhe finden.
Schau einfach was für Dich passt und was sich gut anfühlt. Probiere Dich aus, es muss nicht alles direkt perfekt sein!
1. Innere Ruhe durch Struktur und Ordnung
Es kann sehr hilfreich sein und Deinen Stress reduzieren, wenn Du schon vor Beginn der Arbeit weißt, was genau über den Tag erledigt werden muss.
Hierbei meine ich sowohl die Aufgaben im Beruf, als auch alle Sachen, die Du im privaten erledigt haben möchtest.

Wenn Du Dich also an den Schreibtisch setzt (oder wo auch immer Du Deinem Beruf nachgehst), nimm Dir zunächst einen Moment Zeit und notiere Dir Deine Aufgaben für den Tag. Schreib sie zunächst einfach alle auf. So, wie sie Dir in den Sinn kommen.
Sobald dies geschehen ist, kannst Du Prioritäten setzten. Markiere die Aufgaben, die am wichtigsten sind und die, die als Erstes bearbeitet werden müssen.
Separiere alle Aufgaben die auch an anderen Tagen erledigt werden können, oder solche, die Du an andere abgeben kannst. (Ich schreibe diese Aufgaben gerne auf einen anderen Zettel, dann stehen sie nicht neben den Hauptaufgaben und können mich nicht mehr von dem Wesentlichen ablenken.)
Nun, wo Du genau weißt, was zu tun ist, kannst Du ganz entspannt eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Je nachdem was für einen Beruf Du ausübst, können natürlich im Laufe des Tages neue Aufgaben dazu kommen. Das ist absolut kein Problem und sollte Dich nicht stressen! Integriere diese Aufgaben in Deinen Tagesplan oder erledige sie direkt.
Wenn ich im Job eine wichtige Aufgabe erhalte, die sofort erledigt werden muss, schreibe ich mir einen Zettel. Ich notiere mir die Aufgabe an der ich gerade saß und meine Gedanken dazu. Dann kann ich die wichtige Tätigkeit erledigen und wenn ich zurückkehre, mithilfe der Notizen direkt wieder in den Arbeitsmodus und meinen ursprünglichen Gedanken zurückkehren.
2. Finde Deinen Ruhe-Pohl und so zur inneren Ruhe
So. Du machst Dir fleißig Listen, arbeitest sie brav ab und bist trotzdem gestresst und unruhig? Dann hilft Dir vielleicht dieser Tipp.
Überlege Dir, wie Du Pausen nutzen oder schaffen kannst, um in oder nach einer stressigen Situation wieder zu entspannen.
Ein Beispiel für eine Pause kann ein Kaffee sein, den Du mit allen Sinnen genießen kannst. (Vorausgesetzt Du liebst Kaffee genauso sehr wie ich. Wenn nicht, nimm Dir einen Tee oder suche Dir ein anderes schönes Ritual. Sei kreativ!)
Mich motiviert es, strukturiert und fokussiert zu arbeiten. Wenn ich weiß, dass eine kleine Belohnung wartet, fällt es mir leichter mich konzentriert an die Arbeit zu setzen. Wenn ich hingegen den ganzen Batzen an Aufgaben im Hinterkopf habe, schweifen meine Gedanken schnell ab und ich bin gestresst. Also setzte ich Etappenziele. Nachdem die ersten 3 großen Aufgaben erledigt sind, gönne ich mir demnach einen Kaffee.
Natürlich nehme ich mir nicht nach jedem Etappenziel eine halbe Stunde Zeit um zu entspannen. Ich nutze vielmehr die Zeit, in der der Kaffee kocht, oder ich mir einen Apfel schneide oder Ähnliches, um meine Gedanken zu sortieren.
Ich atme ein paar Mal tief ein und lasse die Anspannung meiner letzten Aufgabe bewusst los. Denn schon die Entscheidung sich zu entspannen, kann den Körper ruhiger werden lassen.
Es ist ganz Dir überlassen wie viele Aufgaben Du erledigt haben willst, bis Du Dir eine Pause gönnst. Egal ob nach einer, zwei oder fünf Stunden, fühle in Dich hinein und horche auf Deine Bedürfnisse. Jede Person ist anders und deshalb braucht auch jeder von uns individuelle Pausen. Probiere einfach aus, was Du brauchst und welcher Rhythmus für Dich passt.
Wenn Du nicht jede halbe Stunde zum Kaffeeautomaten laufen möchtest (ja, auch ich finde viel Kaffee toll, ich muss allerdings zugeben, dass das ein bisschen viel Kaffee wäre…) such Dir andere Möglichkeiten, um kurz innezuhalten und den Stress und die Energien der letzten Aufgabe gehen zu lassen. Manchmal reicht auch schon der Gang zur Toilette, eben ein kleiner Moment, indem Du nicht an die Arbeit denkst.
Bewusstes Atmen kann hierbei wie erwähnt ein gutes Tool sein.
Nach jeder bearbeiteten E-mail oder Aufgabe kannst Du ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Achte auf Deine Umgebung. Nimm Deinen Körper und Deine Gefühle bewusst wahr. Beachte auch die Anspannung in Deinem Körper und das Gefühl produktiv und konzentriert zu arbeiten. (Oder gearbeitet zu haben.)
Sei stolz auf Dich und was Du eben geschafft hast!
Lass nun die Energie der Anspannung bewusst gehen. Atme so lange tief ein und aus, bis Du das Gefühl von einer positiven Leere und einem inneren Frieden in Dir spürst. Du fühlst Dich leicht, ruhig und kraftvoll.
Jetzt bist Du voll und ganz in Deine innere Ruhe eingetaucht. Ja, so fühlt es sich an. Gut, oder?
Jetzt, wo Du wieder ruhig und entspannt bist, schau auf Deinen Aufgabenzettel. Gehe nun mit dem Gefühl des entspannt seins an die Arbeit. Du wirst konzentriert und ruhig arbeiten und diese Aufgabe, wie auch die davor, schnell und qualitativ hochwertig bearbeiten können.
Dieses achtsame Atmen kannst Du verwenden, um zur Ruhe zu kommen. Immer. Egal wann und wo! Natürlich auch, bevor Du mit dem ersten Punkt auf Deiner To-do-Liste anfängst. Indem Du den anfänglichen Stress des Tages loslässt und Dich auf das Hier und Jetzt konzentrierst, kannst Du schon mit einer inneren Ruhe in die erste Aufgabe starten.
3. Die Unruhe nutzen und zur inneren Ruhe finden
Die Gedanken, die immer wieder auftauchen, wenn Du gestresst und voller Unruhe bist, können Dir zeigen, welche Themen Dich besonders beschäftigen.
Wenn Du Dich und Deine Gedanken aufmerksam betrachtest, kannst Du die Themen die Dich beschäftigen erkennen und an Ihnen Arbeiten.
Die Auslöser für Deine Unruhe müssen nicht nur in Deiner inneren Einstellung ihren Ursprung haben.
Deine Gedanken sind ein Teil von Dir und beeinflussen Dein Wohlbefinden. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, wir würden als außenstehende Person auf unser Leben blicken. Wir formen unsere Gefühle und das körperliche Empfinden, mit der Art und Weise wie wir über uns denken.
Wenn Deine Gedanken immer wieder um bestimmte Themen kreisen, solltest Du Dich vielleicht einmal näher mit ihnen beschäftigen.
Ist es eine Situation oder eine Person die Dich stört? Vielleicht ist es auch Deine Umgebung, in der Du arbeitest.
Finde heraus, was genau Dich stört und überlege, ob es irgendwie verändert werden kann.
Ist Dein Schreibtisch vielleicht zu unübersichtlich und voll gestellt mit alten Kaffeetassen, viel zu vielen Stiften und den Notizen von drei Projekten und nicht nur dem aktuellen?
Dann räume einmal auf und bringe etwas Struktur hinein.
Ein Ablagesystem für all Deine aktuellen Projekte, kann das Papierchaos strukturieren und übersichtlicher gestalten. Ein Becher oder ein Fach für Deine Stifte, können alle Kugelschreiber, die gerade nicht verwendet werden, verstauen und sorgen so, für weniger Chaos und mehr freier Fläche auf Deinem Tisch.
Ist es nicht Dein Schreibtisch, sondern der nervige Kollege, der ständig mit Dir schnacken möchte? Dann versuche Dich mit ihm abzusprechen.
Erkläre ihm, dass Du Dich nicht auf die Arbeit konzentrieren kannst, wenn ihr euch unterhaltet. Wenn Du Dich trotzdem mit ihm unterhalten möchtest, verabredet euch für die Mittagspause oder den Feierabend. Er wird es Dir mit Sicherheit nicht negativ anrechnen und sich auf die Mittagspause freuen.
Mit dieser Herangehensweise kannst Du alle Störquellen nach und nach durchgehen und beseitigen. Ist der Job die Quelle für Dein Unwohlsein, solltest Du vielleicht überlegen, Dich anderweitig zu bewerben. Natürlich ist das ein großer Schritt, der wohlüberlegt werden sollte. Dennoch kann Dir ein Beruf, wenn Du ihn nicht mit ganzem Herzen ausführst, viel Stress und inneren Unfrieden bereiten.
Das folgende Bild ist ein Link, der Dich zu meinem Artikel über Achtsamkeit führt. In diesem Artikel ist beschrieben, wie Du Achtsamkeit in Deinen Alltag integrieren kannst. Achtsamkeit kann Dir dabei helfen negative Gedanken oder Gefühle schnell zu erkennen. Sind sie erkannt kannst Du auf sie eingehen und sie loslassen bzw. die Ursache abschwächen.
Fazit
Das schwerste, an dem Ding mit der inneren Ruhe ist, die intuitive Praxis. Es ist schwierig in Situationen, in denen wir normalerweise angespannt sind, intuitiv ruhig zu reagieren. Das erfordert viel Übung und Achtsamkeit im Alltag.
Ein ordentlicher Arbeitsplatz und eine Liste mit Prioritäten können schon viele Gedanken sortieren und ein paar Auslöser für innere Unruhe vernichten.
Wenn Du weißt, was Dich motiviert und zur Ruhe bringt, kannst Du diese Sachen oder Tätigkeiten nutzen. Teile Deine Aufgaben auf und belohne Dich nach Etappenzielen mit Kleinigkeiten. So bist Du in der Lage in kurzen Abständen immer wieder ruhig, konzentriert und motiviert zu arbeiten.
Deine negativen Gedanken können Dir auch eine Hilfe sein. Wenn Du achtsam bist und auf Deine Emotionen und Gedanken horchst, kannst Du sie identifizieren. Die erkannten Störfaktoren kannst Du anschließend so gut es geht verändern oder umgehen. Hierbei ist vielleicht etwas Kreativität gefragt, ich kann Dir aber sagen, dass es sich lohnt! Spätestens wenn Du Deine Aufgaben ruhig und konzentriert abarbeitest, wirst Du stolz auf Dich sein und froh diesen Schritt getan zu haben.
Ich hoffe Dir helfen diese Tipps und freue mich auf Dein Feedback!
Schreibe einen Kommentar